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SBN überzeugte mit der Sinfonie "Herr der Ringe"

Herbstkonzert zum 40. Jubiläum

Das SBN mit Dirigent Bernhard Volk beim Herbstkonzert 2014



Wir freuen uns sehr über die Rezension unseres Konzertgastes Manfred Peter, 
Vizepräsident des Musikerverbandes Schleswig-Holstein
1987-2008 Dirigent Marinemusikkorps Ostsee
2008-2014 Dirigent Heeresmusikkorps Hannover

********

Herzlichen Glückwunsch!

Nicht allein zum 40jährigen Jubiläum, sondern besonders zum großartigen Konzert darf ich gratulieren. In der fast ausverkauften TriBühne fand das Herbstkonzert des Symphonischen Blasorchester Norderstedt als Schlusspunkt einer Trilogie von Konzerten im Jubiläumsjahr statt.

Schon vor dem Konzert wurden die Gäste im Foyer musikalisch begrüßt durch die jugendlichen Instrumentalisten des Blasmusikworkshops "BlasWars 2.0", die engagiert und spielfreudig das Ergebnis seines einwöchigen Herbstferien-Workshops mit Filmmusik und Musicalklängen präsentierten. Der Auftritt fand entsprechend großen Beifall, der eine Zugabe herausforderte.

Danach betrat das große Orchester die Bühne. Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote hielt eine kurze und freundliche Begrüßungsrede, humorvoll und informativ moderierte Andrea Bilitewski das erste Stück des Abends an, die Musiker und Musikerinnen stimmten ein und ein großes Programm von Originalkompositionen für Blasorchester konnte beginnen.

Dirigent Bernhard Volk betrat sein Podest und gab den Einsatz zur zum Anlass bestens passenden Jubilee-Ouvertüre von Philip Sparke. Von Beginn an zog das SBN das Publikum in seinen Bann mit seiner Prägnanz in der Artikulation, mit seinem ausbalancierten Klang und mit seiner differenzierten Dynamik, die auch im Fortissimo nie die Grenze zum Unangenehmen überschritt, (was so häufig im Blasorchesterbereich zu finden ist). Die Blechbläserfanfaren in diesem Eröffnungsstück wirkten sogar etwas zu zurückhaltend, was aber dem unausgewogenen Akustikeigenschaften des Zuhörerraumes und der sehr tiefen Staffelung des 70-köpfigen Orchesters zuzuschreiben ist. Dann kam der schnelle Teil: Bernhard Volk nahm das „Allegro molto“ eher in Richtung eines „Presto“, aber gerade noch so, dass es nicht überhetzt wirkte und wirkungsvoll blieb. Die fulminanten Abschlusstakte der Ouvertüre riefen beim Publikum einen begeisterten Applaus hervor.

Nach der „klassischen“ Ouvertüre präsentierte es mit dem 2009 von John Mackey komponierten „Aurora Awakes“ Programmmusik, die einen Sonnenaufgang musikalisch beschreibt. Die zuerst noch herrschende Dämmerung wurde durch zarte Klänge dargestellt, die das SBN entsprechend zart und leise in seinen Holzbläsersätzen darstellte. Besonders erwähnenswert sind hier die einfühlsam und souverän geblasenen Klarinettensoli von Konzertmeisterin Anja Hesse. Die Sonne kam am Horizont hervor und strahlte immer heller, der Schönklang des Orchesters blieb erhalten und auch in Effekt haschenden Fortestellen ließ sich keiner der Musiker und Musikerinnen zu übersteigerten Ausbrüchen hinreißen. Der dargestellte Tagesanbruch war hell, klar und wolkenlos.

Die von Samuel R. Hazos ebenfalls 2009 geschriebene „Southern Hymn“ wechselte in seinem Verlauf immer wieder von ruhigen zu klanglich aufbrausenden Teilen. In diesem Stück gefiel mir vor allem die im Piano wie im Forte gleichermaßen vorherrschende klangliche Ausgewogenheit des Orchesters in den breit angelegten Akkorden.

Den Abschluss des ersten Teiles des Konzertes bildete die musikalischen Impressionen der Stadt Kyoto, „La Danse du Phénix“ von Toshio Mashima. Hier konnte das SBN mit seiner großen Instrumentalvielfalt glänzen. Sämtliche Klangregister des Blasorchesters wurden gezogen, die „Zugpferde“ hört man in Solostellen u.a. mit Klarinette, Es-Klarinette, Flöte, Waldhorn und Trompete. Und das Schlagwerk ließ in der Abrundung des Klangfeuerwerks keine Wünsche offen.

Das Hauptwerk des Abends stand nach der Pause auf dem Programm: die fünfsätzige Sinfonie „Herr der Ringe“ von Johan de Meij mit der Beschreibung von Figuren des gleichnamigen Romans von J.R.R.Tolkien. 
Das SBN zeichnete den weisen Zauberer „Gandalf“ (1.Satz) majestätisch im langsamen Teil und überaus agil und technisch souverän beim musikalisch dargestellten schnellen Ritt auf dem Pferd „Schattenfell“.
Der Elfenwald „Lothlórien“ (2. Satz) mit seiner exotischen Flora und Fauna ließ den Zuhörer eintauchen in zarte Klänge, die die solistisch eingesetzten Holzbläser zauberhaft vortrugen, so dass sich der Zuhörer hinwegträumen konnte.
Besonders wirkungsvoll kam der hässliche „Gollum“ (3. Satz) auf die Bühne. Roland Speidel stellte diese Kreatur mit seinem Sopransaxophon überaus spannungsreich so wie in der Komposition gefordert überzeugend in Szene.
Eine besondere Gesamtleistung vollbrachte das Orchester bei der „Reise durch die Dunkelheit“ (4. Satz), in der die Romanfiguren durch eine Höhle wandern müssen. Ausgedehnte Akkorde in tiefer Lage forderten kraftraubend den Ansatz der Bläser und Bläserinnen und zeigten, wie gut die einzelnen aufeinander hören und sich als Gemeinschaft zeigen. Der Sturz Gandalfs in die Tiefe ließ das Orchester eindrucksvoll einmal seine ganze Lautstärke entfalten.
Entspannt und fröhlich wirken die „Hobbits“ (5. Satz), die tänzerischen Elemente lockerten diese spannende Sinfonie auf und am Schluss wurde noch einmal das Gandalf-Motiv aufgegriffen, bevor das Werk mit ruhigen Akkorden endete. 
Nach einem Moment der Stille brandete im Saal ein frenetischer Beifall auf, der das Orchester nicht ohne eine Zugabe von der Bühne entließ. Das Publikum durfte nach langem Applaus noch einmal die Schluss-Sequenz der Sinfonie genießen, die das SBN mit Einsatz aller Kraftreserven meisterlich vortrug.

Ein so ausladendes Programm ist für jedes Orchester eine Herausforderung, insbesondere in Bezug auf Kraft und Konzentration. Auch wenn man gegen Ende des Konzertes nach 45 Minuten Dauerspiel im zweiten Teil die Anstrengung der einzelnen Musiker und Musikerinnen ahnen konnte, sie aber nicht offensichtlich wurde, ist ein bewundernswerter Aspekt von Disziplin und Leistungswillen. 
Auch überzeugte das Orchester vor allem mit dem beinahe immer gelungenen, raschen Intonationsausgleich der in den zeitgenössischen Werken zum Teil mit Spannungstönen gespickten Akkorde in bei breit angelegten, flächigen Klängen.

Ein so anspruchsvolles Programm kann aber auch nur gelingen, wenn das Orchester einen so souveränen Dirigenten hat, der mit den Musikern eine Zusammenarbeit pflegt, die diese verschworene Gemeinschaft generiert. Deshalb ein Bravo für den sympathischen Bernhard Volk, der das SBN seit 12 Jahren stringent führt und den seine Musiker mögen.

Wenn ein Schleswig-Holsteinisches Blasorchester in 40 Jahren Entwicklung in seiner Instrumentalbesetzung keine Kompromisse machen muss und jede Partitur mit u.a. einem vollständigen großen Klarinettensatz, Kontrabässen, Keyboard und sogar einer Harfe realisieren kann, dann gratuliere ich allen Verantwortlichen und Mitgliedern des Musikvereins Norderstedt, denn sie haben alles vorbildlich richtig gemacht. Auch in diesem Sinne nochmals: Herzlichen Glückwunsch!

Manfred Peter

 


SBN überzeugte mit der Sinfonie "Herr der Ringe"

Herbstkonzert zum 40. Jubiläum

Das SBN mit Dirigent Bernhard Volk beim Herbstkonzert 2014



Wir freuen uns sehr über die Rezension unseres Konzertgastes Manfred Peter, 
Vizepräsident des Musikerverbandes Schleswig-Holstein
1987-2008 Dirigent Marinemusikkorps Ostsee
2008-2014 Dirigent Heeresmusikkorps Hannover

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Herzlichen Glückwunsch!

Nicht allein zum 40jährigen Jubiläum, sondern besonders zum großartigen Konzert darf ich gratulieren. In der fast ausverkauften TriBühne fand das Herbstkonzert des Symphonischen Blasorchester Norderstedt als Schlusspunkt einer Trilogie von Konzerten im Jubiläumsjahr statt.

Schon vor dem Konzert wurden die Gäste im Foyer musikalisch begrüßt durch die jugendlichen Instrumentalisten des Blasmusikworkshops "BlasWars 2.0", die engagiert und spielfreudig das Ergebnis seines einwöchigen Herbstferien-Workshops mit Filmmusik und Musicalklängen präsentierten. Der Auftritt fand entsprechend großen Beifall, der eine Zugabe herausforderte.

Danach betrat das große Orchester die Bühne. Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote hielt eine kurze und freundliche Begrüßungsrede, humorvoll und informativ moderierte Andrea Bilitewski das erste Stück des Abends an, die Musiker und Musikerinnen stimmten ein und ein großes Programm von Originalkompositionen für Blasorchester konnte beginnen.

Dirigent Bernhard Volk betrat sein Podest und gab den Einsatz zur zum Anlass bestens passenden Jubilee-Ouvertüre von Philip Sparke. Von Beginn an zog das SBN das Publikum in seinen Bann mit seiner Prägnanz in der Artikulation, mit seinem ausbalancierten Klang und mit seiner differenzierten Dynamik, die auch im Fortissimo nie die Grenze zum Unangenehmen überschritt, (was so häufig im Blasorchesterbereich zu finden ist). Die Blechbläserfanfaren in diesem Eröffnungsstück wirkten sogar etwas zu zurückhaltend, was aber dem unausgewogenen Akustikeigenschaften des Zuhörerraumes und der sehr tiefen Staffelung des 70-köpfigen Orchesters zuzuschreiben ist. Dann kam der schnelle Teil: Bernhard Volk nahm das „Allegro molto“ eher in Richtung eines „Presto“, aber gerade noch so, dass es nicht überhetzt wirkte und wirkungsvoll blieb. Die fulminanten Abschlusstakte der Ouvertüre riefen beim Publikum einen begeisterten Applaus hervor.

Nach der „klassischen“ Ouvertüre präsentierte es mit dem 2009 von John Mackey komponierten „Aurora Awakes“ Programmmusik, die einen Sonnenaufgang musikalisch beschreibt. Die zuerst noch herrschende Dämmerung wurde durch zarte Klänge dargestellt, die das SBN entsprechend zart und leise in seinen Holzbläsersätzen darstellte. Besonders erwähnenswert sind hier die einfühlsam und souverän geblasenen Klarinettensoli von Konzertmeisterin Anja Hesse. Die Sonne kam am Horizont hervor und strahlte immer heller, der Schönklang des Orchesters blieb erhalten und auch in Effekt haschenden Fortestellen ließ sich keiner der Musiker und Musikerinnen zu übersteigerten Ausbrüchen hinreißen. Der dargestellte Tagesanbruch war hell, klar und wolkenlos.

Die von Samuel R. Hazos ebenfalls 2009 geschriebene „Southern Hymn“ wechselte in seinem Verlauf immer wieder von ruhigen zu klanglich aufbrausenden Teilen. In diesem Stück gefiel mir vor allem die im Piano wie im Forte gleichermaßen vorherrschende klangliche Ausgewogenheit des Orchesters in den breit angelegten Akkorden.

Den Abschluss des ersten Teiles des Konzertes bildete die musikalischen Impressionen der Stadt Kyoto, „La Danse du Phénix“ von Toshio Mashima. Hier konnte das SBN mit seiner großen Instrumentalvielfalt glänzen. Sämtliche Klangregister des Blasorchesters wurden gezogen, die „Zugpferde“ hört man in Solostellen u.a. mit Klarinette, Es-Klarinette, Flöte, Waldhorn und Trompete. Und das Schlagwerk ließ in der Abrundung des Klangfeuerwerks keine Wünsche offen.

Das Hauptwerk des Abends stand nach der Pause auf dem Programm: die fünfsätzige Sinfonie „Herr der Ringe“ von Johan de Meij mit der Beschreibung von Figuren des gleichnamigen Romans von J.R.R.Tolkien. 
Das SBN zeichnete den weisen Zauberer „Gandalf“ (1.Satz) majestätisch im langsamen Teil und überaus agil und technisch souverän beim musikalisch dargestellten schnellen Ritt auf dem Pferd „Schattenfell“.
Der Elfenwald „Lothlórien“ (2. Satz) mit seiner exotischen Flora und Fauna ließ den Zuhörer eintauchen in zarte Klänge, die die solistisch eingesetzten Holzbläser zauberhaft vortrugen, so dass sich der Zuhörer hinwegträumen konnte.
Besonders wirkungsvoll kam der hässliche „Gollum“ (3. Satz) auf die Bühne. Roland Speidel stellte diese Kreatur mit seinem Sopransaxophon überaus spannungsreich so wie in der Komposition gefordert überzeugend in Szene.
Eine besondere Gesamtleistung vollbrachte das Orchester bei der „Reise durch die Dunkelheit“ (4. Satz), in der die Romanfiguren durch eine Höhle wandern müssen. Ausgedehnte Akkorde in tiefer Lage forderten kraftraubend den Ansatz der Bläser und Bläserinnen und zeigten, wie gut die einzelnen aufeinander hören und sich als Gemeinschaft zeigen. Der Sturz Gandalfs in die Tiefe ließ das Orchester eindrucksvoll einmal seine ganze Lautstärke entfalten.
Entspannt und fröhlich wirken die „Hobbits“ (5. Satz), die tänzerischen Elemente lockerten diese spannende Sinfonie auf und am Schluss wurde noch einmal das Gandalf-Motiv aufgegriffen, bevor das Werk mit ruhigen Akkorden endete. 
Nach einem Moment der Stille brandete im Saal ein frenetischer Beifall auf, der das Orchester nicht ohne eine Zugabe von der Bühne entließ. Das Publikum durfte nach langem Applaus noch einmal die Schluss-Sequenz der Sinfonie genießen, die das SBN mit Einsatz aller Kraftreserven meisterlich vortrug.

Ein so ausladendes Programm ist für jedes Orchester eine Herausforderung, insbesondere in Bezug auf Kraft und Konzentration. Auch wenn man gegen Ende des Konzertes nach 45 Minuten Dauerspiel im zweiten Teil die Anstrengung der einzelnen Musiker und Musikerinnen ahnen konnte, sie aber nicht offensichtlich wurde, ist ein bewundernswerter Aspekt von Disziplin und Leistungswillen. 
Auch überzeugte das Orchester vor allem mit dem beinahe immer gelungenen, raschen Intonationsausgleich der in den zeitgenössischen Werken zum Teil mit Spannungstönen gespickten Akkorde in bei breit angelegten, flächigen Klängen.

Ein so anspruchsvolles Programm kann aber auch nur gelingen, wenn das Orchester einen so souveränen Dirigenten hat, der mit den Musikern eine Zusammenarbeit pflegt, die diese verschworene Gemeinschaft generiert. Deshalb ein Bravo für den sympathischen Bernhard Volk, der das SBN seit 12 Jahren stringent führt und den seine Musiker mögen.

Wenn ein Schleswig-Holsteinisches Blasorchester in 40 Jahren Entwicklung in seiner Instrumentalbesetzung keine Kompromisse machen muss und jede Partitur mit u.a. einem vollständigen großen Klarinettensatz, Kontrabässen, Keyboard und sogar einer Harfe realisieren kann, dann gratuliere ich allen Verantwortlichen und Mitgliedern des Musikvereins Norderstedt, denn sie haben alles vorbildlich richtig gemacht. Auch in diesem Sinne nochmals: Herzlichen Glückwunsch!

Manfred Peter

 


SBN überzeugte mit der Sinfonie "Herr der Ringe"

Herbstkonzert zum 40. Jubiläum

Das SBN mit Dirigent Bernhard Volk beim Herbstkonzert 2014



Wir freuen uns sehr über die Rezension unseres Konzertgastes Manfred Peter, 
Vizepräsident des Musikerverbandes Schleswig-Holstein
1987-2008 Dirigent Marinemusikkorps Ostsee
2008-2014 Dirigent Heeresmusikkorps Hannover

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Herzlichen Glückwunsch!

Nicht allein zum 40jährigen Jubiläum, sondern besonders zum großartigen Konzert darf ich gratulieren. In der fast ausverkauften TriBühne fand das Herbstkonzert des Symphonischen Blasorchester Norderstedt als Schlusspunkt einer Trilogie von Konzerten im Jubiläumsjahr statt.

Schon vor dem Konzert wurden die Gäste im Foyer musikalisch begrüßt durch die jugendlichen Instrumentalisten des Blasmusikworkshops "BlasWars 2.0", die engagiert und spielfreudig das Ergebnis seines einwöchigen Herbstferien-Workshops mit Filmmusik und Musicalklängen präsentierten. Der Auftritt fand entsprechend großen Beifall, der eine Zugabe herausforderte.

Danach betrat das große Orchester die Bühne. Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote hielt eine kurze und freundliche Begrüßungsrede, humorvoll und informativ moderierte Andrea Bilitewski das erste Stück des Abends an, die Musiker und Musikerinnen stimmten ein und ein großes Programm von Originalkompositionen für Blasorchester konnte beginnen.

Dirigent Bernhard Volk betrat sein Podest und gab den Einsatz zur zum Anlass bestens passenden Jubilee-Ouvertüre von Philip Sparke. Von Beginn an zog das SBN das Publikum in seinen Bann mit seiner Prägnanz in der Artikulation, mit seinem ausbalancierten Klang und mit seiner differenzierten Dynamik, die auch im Fortissimo nie die Grenze zum Unangenehmen überschritt, (was so häufig im Blasorchesterbereich zu finden ist). Die Blechbläserfanfaren in diesem Eröffnungsstück wirkten sogar etwas zu zurückhaltend, was aber dem unausgewogenen Akustikeigenschaften des Zuhörerraumes und der sehr tiefen Staffelung des 70-köpfigen Orchesters zuzuschreiben ist. Dann kam der schnelle Teil: Bernhard Volk nahm das „Allegro molto“ eher in Richtung eines „Presto“, aber gerade noch so, dass es nicht überhetzt wirkte und wirkungsvoll blieb. Die fulminanten Abschlusstakte der Ouvertüre riefen beim Publikum einen begeisterten Applaus hervor.

Nach der „klassischen“ Ouvertüre präsentierte es mit dem 2009 von John Mackey komponierten „Aurora Awakes“ Programmmusik, die einen Sonnenaufgang musikalisch beschreibt. Die zuerst noch herrschende Dämmerung wurde durch zarte Klänge dargestellt, die das SBN entsprechend zart und leise in seinen Holzbläsersätzen darstellte. Besonders erwähnenswert sind hier die einfühlsam und souverän geblasenen Klarinettensoli von Konzertmeisterin Anja Hesse. Die Sonne kam am Horizont hervor und strahlte immer heller, der Schönklang des Orchesters blieb erhalten und auch in Effekt haschenden Fortestellen ließ sich keiner der Musiker und Musikerinnen zu übersteigerten Ausbrüchen hinreißen. Der dargestellte Tagesanbruch war hell, klar und wolkenlos.

Die von Samuel R. Hazos ebenfalls 2009 geschriebene „Southern Hymn“ wechselte in seinem Verlauf immer wieder von ruhigen zu klanglich aufbrausenden Teilen. In diesem Stück gefiel mir vor allem die im Piano wie im Forte gleichermaßen vorherrschende klangliche Ausgewogenheit des Orchesters in den breit angelegten Akkorden.

Den Abschluss des ersten Teiles des Konzertes bildete die musikalischen Impressionen der Stadt Kyoto, „La Danse du Phénix“ von Toshio Mashima. Hier konnte das SBN mit seiner großen Instrumentalvielfalt glänzen. Sämtliche Klangregister des Blasorchesters wurden gezogen, die „Zugpferde“ hört man in Solostellen u.a. mit Klarinette, Es-Klarinette, Flöte, Waldhorn und Trompete. Und das Schlagwerk ließ in der Abrundung des Klangfeuerwerks keine Wünsche offen.

Das Hauptwerk des Abends stand nach der Pause auf dem Programm: die fünfsätzige Sinfonie „Herr der Ringe“ von Johan de Meij mit der Beschreibung von Figuren des gleichnamigen Romans von J.R.R.Tolkien. 
Das SBN zeichnete den weisen Zauberer „Gandalf“ (1.Satz) majestätisch im langsamen Teil und überaus agil und technisch souverän beim musikalisch dargestellten schnellen Ritt auf dem Pferd „Schattenfell“.
Der Elfenwald „Lothlórien“ (2. Satz) mit seiner exotischen Flora und Fauna ließ den Zuhörer eintauchen in zarte Klänge, die die solistisch eingesetzten Holzbläser zauberhaft vortrugen, so dass sich der Zuhörer hinwegträumen konnte.
Besonders wirkungsvoll kam der hässliche „Gollum“ (3. Satz) auf die Bühne. Roland Speidel stellte diese Kreatur mit seinem Sopransaxophon überaus spannungsreich so wie in der Komposition gefordert überzeugend in Szene.
Eine besondere Gesamtleistung vollbrachte das Orchester bei der „Reise durch die Dunkelheit“ (4. Satz), in der die Romanfiguren durch eine Höhle wandern müssen. Ausgedehnte Akkorde in tiefer Lage forderten kraftraubend den Ansatz der Bläser und Bläserinnen und zeigten, wie gut die einzelnen aufeinander hören und sich als Gemeinschaft zeigen. Der Sturz Gandalfs in die Tiefe ließ das Orchester eindrucksvoll einmal seine ganze Lautstärke entfalten.
Entspannt und fröhlich wirken die „Hobbits“ (5. Satz), die tänzerischen Elemente lockerten diese spannende Sinfonie auf und am Schluss wurde noch einmal das Gandalf-Motiv aufgegriffen, bevor das Werk mit ruhigen Akkorden endete. 
Nach einem Moment der Stille brandete im Saal ein frenetischer Beifall auf, der das Orchester nicht ohne eine Zugabe von der Bühne entließ. Das Publikum durfte nach langem Applaus noch einmal die Schluss-Sequenz der Sinfonie genießen, die das SBN mit Einsatz aller Kraftreserven meisterlich vortrug.

Ein so ausladendes Programm ist für jedes Orchester eine Herausforderung, insbesondere in Bezug auf Kraft und Konzentration. Auch wenn man gegen Ende des Konzertes nach 45 Minuten Dauerspiel im zweiten Teil die Anstrengung der einzelnen Musiker und Musikerinnen ahnen konnte, sie aber nicht offensichtlich wurde, ist ein bewundernswerter Aspekt von Disziplin und Leistungswillen. 
Auch überzeugte das Orchester vor allem mit dem beinahe immer gelungenen, raschen Intonationsausgleich der in den zeitgenössischen Werken zum Teil mit Spannungstönen gespickten Akkorde in bei breit angelegten, flächigen Klängen.

Ein so anspruchsvolles Programm kann aber auch nur gelingen, wenn das Orchester einen so souveränen Dirigenten hat, der mit den Musikern eine Zusammenarbeit pflegt, die diese verschworene Gemeinschaft generiert. Deshalb ein Bravo für den sympathischen Bernhard Volk, der das SBN seit 12 Jahren stringent führt und den seine Musiker mögen.

Wenn ein Schleswig-Holsteinisches Blasorchester in 40 Jahren Entwicklung in seiner Instrumentalbesetzung keine Kompromisse machen muss und jede Partitur mit u.a. einem vollständigen großen Klarinettensatz, Kontrabässen, Keyboard und sogar einer Harfe realisieren kann, dann gratuliere ich allen Verantwortlichen und Mitgliedern des Musikvereins Norderstedt, denn sie haben alles vorbildlich richtig gemacht. Auch in diesem Sinne nochmals: Herzlichen Glückwunsch!

Manfred Peter

 


SBN überzeugte mit der Sinfonie "Herr der Ringe"

Herbstkonzert zum 40. Jubiläum

Das SBN mit Dirigent Bernhard Volk beim Herbstkonzert 2014



Wir freuen uns sehr über die Rezension unseres Konzertgastes Manfred Peter, 
Vizepräsident des Musikerverbandes Schleswig-Holstein
1987-2008 Dirigent Marinemusikkorps Ostsee
2008-2014 Dirigent Heeresmusikkorps Hannover

********

Herzlichen Glückwunsch!

Nicht allein zum 40jährigen Jubiläum, sondern besonders zum großartigen Konzert darf ich gratulieren. In der fast ausverkauften TriBühne fand das Herbstkonzert des Symphonischen Blasorchester Norderstedt als Schlusspunkt einer Trilogie von Konzerten im Jubiläumsjahr statt.

Schon vor dem Konzert wurden die Gäste im Foyer musikalisch begrüßt durch die jugendlichen Instrumentalisten des Blasmusikworkshops "BlasWars 2.0", die engagiert und spielfreudig das Ergebnis seines einwöchigen Herbstferien-Workshops mit Filmmusik und Musicalklängen präsentierten. Der Auftritt fand entsprechend großen Beifall, der eine Zugabe herausforderte.

Danach betrat das große Orchester die Bühne. Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote hielt eine kurze und freundliche Begrüßungsrede, humorvoll und informativ moderierte Andrea Bilitewski das erste Stück des Abends an, die Musiker und Musikerinnen stimmten ein und ein großes Programm von Originalkompositionen für Blasorchester konnte beginnen.

Dirigent Bernhard Volk betrat sein Podest und gab den Einsatz zur zum Anlass bestens passenden Jubilee-Ouvertüre von Philip Sparke. Von Beginn an zog das SBN das Publikum in seinen Bann mit seiner Prägnanz in der Artikulation, mit seinem ausbalancierten Klang und mit seiner differenzierten Dynamik, die auch im Fortissimo nie die Grenze zum Unangenehmen überschritt, (was so häufig im Blasorchesterbereich zu finden ist). Die Blechbläserfanfaren in diesem Eröffnungsstück wirkten sogar etwas zu zurückhaltend, was aber dem unausgewogenen Akustikeigenschaften des Zuhörerraumes und der sehr tiefen Staffelung des 70-köpfigen Orchesters zuzuschreiben ist. Dann kam der schnelle Teil: Bernhard Volk nahm das „Allegro molto“ eher in Richtung eines „Presto“, aber gerade noch so, dass es nicht überhetzt wirkte und wirkungsvoll blieb. Die fulminanten Abschlusstakte der Ouvertüre riefen beim Publikum einen begeisterten Applaus hervor.

Nach der „klassischen“ Ouvertüre präsentierte es mit dem 2009 von John Mackey komponierten „Aurora Awakes“ Programmmusik, die einen Sonnenaufgang musikalisch beschreibt. Die zuerst noch herrschende Dämmerung wurde durch zarte Klänge dargestellt, die das SBN entsprechend zart und leise in seinen Holzbläsersätzen darstellte. Besonders erwähnenswert sind hier die einfühlsam und souverän geblasenen Klarinettensoli von Konzertmeisterin Anja Hesse. Die Sonne kam am Horizont hervor und strahlte immer heller, der Schönklang des Orchesters blieb erhalten und auch in Effekt haschenden Fortestellen ließ sich keiner der Musiker und Musikerinnen zu übersteigerten Ausbrüchen hinreißen. Der dargestellte Tagesanbruch war hell, klar und wolkenlos.

Die von Samuel R. Hazos ebenfalls 2009 geschriebene „Southern Hymn“ wechselte in seinem Verlauf immer wieder von ruhigen zu klanglich aufbrausenden Teilen. In diesem Stück gefiel mir vor allem die im Piano wie im Forte gleichermaßen vorherrschende klangliche Ausgewogenheit des Orchesters in den breit angelegten Akkorden.

Den Abschluss des ersten Teiles des Konzertes bildete die musikalischen Impressionen der Stadt Kyoto, „La Danse du Phénix“ von Toshio Mashima. Hier konnte das SBN mit seiner großen Instrumentalvielfalt glänzen. Sämtliche Klangregister des Blasorchesters wurden gezogen, die „Zugpferde“ hört man in Solostellen u.a. mit Klarinette, Es-Klarinette, Flöte, Waldhorn und Trompete. Und das Schlagwerk ließ in der Abrundung des Klangfeuerwerks keine Wünsche offen.

Das Hauptwerk des Abends stand nach der Pause auf dem Programm: die fünfsätzige Sinfonie „Herr der Ringe“ von Johan de Meij mit der Beschreibung von Figuren des gleichnamigen Romans von J.R.R.Tolkien. 
Das SBN zeichnete den weisen Zauberer „Gandalf“ (1.Satz) majestätisch im langsamen Teil und überaus agil und technisch souverän beim musikalisch dargestellten schnellen Ritt auf dem Pferd „Schattenfell“.
Der Elfenwald „Lothlórien“ (2. Satz) mit seiner exotischen Flora und Fauna ließ den Zuhörer eintauchen in zarte Klänge, die die solistisch eingesetzten Holzbläser zauberhaft vortrugen, so dass sich der Zuhörer hinwegträumen konnte.
Besonders wirkungsvoll kam der hässliche „Gollum“ (3. Satz) auf die Bühne. Roland Speidel stellte diese Kreatur mit seinem Sopransaxophon überaus spannungsreich so wie in der Komposition gefordert überzeugend in Szene.
Eine besondere Gesamtleistung vollbrachte das Orchester bei der „Reise durch die Dunkelheit“ (4. Satz), in der die Romanfiguren durch eine Höhle wandern müssen. Ausgedehnte Akkorde in tiefer Lage forderten kraftraubend den Ansatz der Bläser und Bläserinnen und zeigten, wie gut die einzelnen aufeinander hören und sich als Gemeinschaft zeigen. Der Sturz Gandalfs in die Tiefe ließ das Orchester eindrucksvoll einmal seine ganze Lautstärke entfalten.
Entspannt und fröhlich wirken die „Hobbits“ (5. Satz), die tänzerischen Elemente lockerten diese spannende Sinfonie auf und am Schluss wurde noch einmal das Gandalf-Motiv aufgegriffen, bevor das Werk mit ruhigen Akkorden endete. 
Nach einem Moment der Stille brandete im Saal ein frenetischer Beifall auf, der das Orchester nicht ohne eine Zugabe von der Bühne entließ. Das Publikum durfte nach langem Applaus noch einmal die Schluss-Sequenz der Sinfonie genießen, die das SBN mit Einsatz aller Kraftreserven meisterlich vortrug.

Ein so ausladendes Programm ist für jedes Orchester eine Herausforderung, insbesondere in Bezug auf Kraft und Konzentration. Auch wenn man gegen Ende des Konzertes nach 45 Minuten Dauerspiel im zweiten Teil die Anstrengung der einzelnen Musiker und Musikerinnen ahnen konnte, sie aber nicht offensichtlich wurde, ist ein bewundernswerter Aspekt von Disziplin und Leistungswillen. 
Auch überzeugte das Orchester vor allem mit dem beinahe immer gelungenen, raschen Intonationsausgleich der in den zeitgenössischen Werken zum Teil mit Spannungstönen gespickten Akkorde in bei breit angelegten, flächigen Klängen.

Ein so anspruchsvolles Programm kann aber auch nur gelingen, wenn das Orchester einen so souveränen Dirigenten hat, der mit den Musikern eine Zusammenarbeit pflegt, die diese verschworene Gemeinschaft generiert. Deshalb ein Bravo für den sympathischen Bernhard Volk, der das SBN seit 12 Jahren stringent führt und den seine Musiker mögen.

Wenn ein Schleswig-Holsteinisches Blasorchester in 40 Jahren Entwicklung in seiner Instrumentalbesetzung keine Kompromisse machen muss und jede Partitur mit u.a. einem vollständigen großen Klarinettensatz, Kontrabässen, Keyboard und sogar einer Harfe realisieren kann, dann gratuliere ich allen Verantwortlichen und Mitgliedern des Musikvereins Norderstedt, denn sie haben alles vorbildlich richtig gemacht. Auch in diesem Sinne nochmals: Herzlichen Glückwunsch!

Manfred Peter

 


SBN überzeugte mit der Sinfonie "Herr der Ringe"

Herbstkonzert zum 40. Jubiläum

Das SBN mit Dirigent Bernhard Volk beim Herbstkonzert 2014



Wir freuen uns sehr über die Rezension unseres Konzertgastes Manfred Peter, 
Vizepräsident des Musikerverbandes Schleswig-Holstein
1987-2008 Dirigent Marinemusikkorps Ostsee
2008-2014 Dirigent Heeresmusikkorps Hannover

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Herzlichen Glückwunsch!

Nicht allein zum 40jährigen Jubiläum, sondern besonders zum großartigen Konzert darf ich gratulieren. In der fast ausverkauften TriBühne fand das Herbstkonzert des Symphonischen Blasorchester Norderstedt als Schlusspunkt einer Trilogie von Konzerten im Jubiläumsjahr statt.

Schon vor dem Konzert wurden die Gäste im Foyer musikalisch begrüßt durch die jugendlichen Instrumentalisten des Blasmusikworkshops "BlasWars 2.0", die engagiert und spielfreudig das Ergebnis seines einwöchigen Herbstferien-Workshops mit Filmmusik und Musicalklängen präsentierten. Der Auftritt fand entsprechend großen Beifall, der eine Zugabe herausforderte.

Danach betrat das große Orchester die Bühne. Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote hielt eine kurze und freundliche Begrüßungsrede, humorvoll und informativ moderierte Andrea Bilitewski das erste Stück des Abends an, die Musiker und Musikerinnen stimmten ein und ein großes Programm von Originalkompositionen für Blasorchester konnte beginnen.

Dirigent Bernhard Volk betrat sein Podest und gab den Einsatz zur zum Anlass bestens passenden Jubilee-Ouvertüre von Philip Sparke. Von Beginn an zog das SBN das Publikum in seinen Bann mit seiner Prägnanz in der Artikulation, mit seinem ausbalancierten Klang und mit seiner differenzierten Dynamik, die auch im Fortissimo nie die Grenze zum Unangenehmen überschritt, (was so häufig im Blasorchesterbereich zu finden ist). Die Blechbläserfanfaren in diesem Eröffnungsstück wirkten sogar etwas zu zurückhaltend, was aber dem unausgewogenen Akustikeigenschaften des Zuhörerraumes und der sehr tiefen Staffelung des 70-köpfigen Orchesters zuzuschreiben ist. Dann kam der schnelle Teil: Bernhard Volk nahm das „Allegro molto“ eher in Richtung eines „Presto“, aber gerade noch so, dass es nicht überhetzt wirkte und wirkungsvoll blieb. Die fulminanten Abschlusstakte der Ouvertüre riefen beim Publikum einen begeisterten Applaus hervor.

Nach der „klassischen“ Ouvertüre präsentierte es mit dem 2009 von John Mackey komponierten „Aurora Awakes“ Programmmusik, die einen Sonnenaufgang musikalisch beschreibt. Die zuerst noch herrschende Dämmerung wurde durch zarte Klänge dargestellt, die das SBN entsprechend zart und leise in seinen Holzbläsersätzen darstellte. Besonders erwähnenswert sind hier die einfühlsam und souverän geblasenen Klarinettensoli von Konzertmeisterin Anja Hesse. Die Sonne kam am Horizont hervor und strahlte immer heller, der Schönklang des Orchesters blieb erhalten und auch in Effekt haschenden Fortestellen ließ sich keiner der Musiker und Musikerinnen zu übersteigerten Ausbrüchen hinreißen. Der dargestellte Tagesanbruch war hell, klar und wolkenlos.

Die von Samuel R. Hazos ebenfalls 2009 geschriebene „Southern Hymn“ wechselte in seinem Verlauf immer wieder von ruhigen zu klanglich aufbrausenden Teilen. In diesem Stück gefiel mir vor allem die im Piano wie im Forte gleichermaßen vorherrschende klangliche Ausgewogenheit des Orchesters in den breit angelegten Akkorden.

Den Abschluss des ersten Teiles des Konzertes bildete die musikalischen Impressionen der Stadt Kyoto, „La Danse du Phénix“ von Toshio Mashima. Hier konnte das SBN mit seiner großen Instrumentalvielfalt glänzen. Sämtliche Klangregister des Blasorchesters wurden gezogen, die „Zugpferde“ hört man in Solostellen u.a. mit Klarinette, Es-Klarinette, Flöte, Waldhorn und Trompete. Und das Schlagwerk ließ in der Abrundung des Klangfeuerwerks keine Wünsche offen.

Das Hauptwerk des Abends stand nach der Pause auf dem Programm: die fünfsätzige Sinfonie „Herr der Ringe“ von Johan de Meij mit der Beschreibung von Figuren des gleichnamigen Romans von J.R.R.Tolkien. 
Das SBN zeichnete den weisen Zauberer „Gandalf“ (1.Satz) majestätisch im langsamen Teil und überaus agil und technisch souverän beim musikalisch dargestellten schnellen Ritt auf dem Pferd „Schattenfell“.
Der Elfenwald „Lothlórien“ (2. Satz) mit seiner exotischen Flora und Fauna ließ den Zuhörer eintauchen in zarte Klänge, die die solistisch eingesetzten Holzbläser zauberhaft vortrugen, so dass sich der Zuhörer hinwegträumen konnte.
Besonders wirkungsvoll kam der hässliche „Gollum“ (3. Satz) auf die Bühne. Roland Speidel stellte diese Kreatur mit seinem Sopransaxophon überaus spannungsreich so wie in der Komposition gefordert überzeugend in Szene.
Eine besondere Gesamtleistung vollbrachte das Orchester bei der „Reise durch die Dunkelheit“ (4. Satz), in der die Romanfiguren durch eine Höhle wandern müssen. Ausgedehnte Akkorde in tiefer Lage forderten kraftraubend den Ansatz der Bläser und Bläserinnen und zeigten, wie gut die einzelnen aufeinander hören und sich als Gemeinschaft zeigen. Der Sturz Gandalfs in die Tiefe ließ das Orchester eindrucksvoll einmal seine ganze Lautstärke entfalten.
Entspannt und fröhlich wirken die „Hobbits“ (5. Satz), die tänzerischen Elemente lockerten diese spannende Sinfonie auf und am Schluss wurde noch einmal das Gandalf-Motiv aufgegriffen, bevor das Werk mit ruhigen Akkorden endete. 
Nach einem Moment der Stille brandete im Saal ein frenetischer Beifall auf, der das Orchester nicht ohne eine Zugabe von der Bühne entließ. Das Publikum durfte nach langem Applaus noch einmal die Schluss-Sequenz der Sinfonie genießen, die das SBN mit Einsatz aller Kraftreserven meisterlich vortrug.

Ein so ausladendes Programm ist für jedes Orchester eine Herausforderung, insbesondere in Bezug auf Kraft und Konzentration. Auch wenn man gegen Ende des Konzertes nach 45 Minuten Dauerspiel im zweiten Teil die Anstrengung der einzelnen Musiker und Musikerinnen ahnen konnte, sie aber nicht offensichtlich wurde, ist ein bewundernswerter Aspekt von Disziplin und Leistungswillen. 
Auch überzeugte das Orchester vor allem mit dem beinahe immer gelungenen, raschen Intonationsausgleich der in den zeitgenössischen Werken zum Teil mit Spannungstönen gespickten Akkorde in bei breit angelegten, flächigen Klängen.

Ein so anspruchsvolles Programm kann aber auch nur gelingen, wenn das Orchester einen so souveränen Dirigenten hat, der mit den Musikern eine Zusammenarbeit pflegt, die diese verschworene Gemeinschaft generiert. Deshalb ein Bravo für den sympathischen Bernhard Volk, der das SBN seit 12 Jahren stringent führt und den seine Musiker mögen.

Wenn ein Schleswig-Holsteinisches Blasorchester in 40 Jahren Entwicklung in seiner Instrumentalbesetzung keine Kompromisse machen muss und jede Partitur mit u.a. einem vollständigen großen Klarinettensatz, Kontrabässen, Keyboard und sogar einer Harfe realisieren kann, dann gratuliere ich allen Verantwortlichen und Mitgliedern des Musikvereins Norderstedt, denn sie haben alles vorbildlich richtig gemacht. Auch in diesem Sinne nochmals: Herzlichen Glückwunsch!

Manfred Peter

 


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