Endlich zurück auf der Bühne!

SBN Herbstkonzert 30.10.2021 mit Tuba-Solist Andreas Martin Hofmeir

Wir waren sehr glücklich, dass unser Herbstkonzert nach 22-monatiger Corona-Zwangspause stattfinden konnte. Und wir hatten gleich zwei besondere Highlights im Gepäck. Zum einen unseren grandiosen Gastsolist Andreas Martin Hofmeir an der Tuba. Zum anderen unser Geburtstagsgeschenk zum 50. Geburtstag der Stadt Norderstedt.

Vielen Dank an das Abendblatt für diesen tollen Artikel:

Abendblatt vom 01.11.2021 / Heike Linde-Lembke

Tubist Andreas Martin Hofmeir begeistert beim Herbstkonzert des Symphonischen Blasorchesters Norderstedt.

Eine Hymne für Norderstedt! Das Symphonische Blasorchester Norderstedt (SBN) gab die Festmusik als Geschenk zum 50. Geburtstag der Stadt beim österreichischen Komponisten Thomas Doss in Auftrag und konnte es der Stadt jetzt endlich beim Herbstkonzert in der „TriBühne“ schenken. Stadtpräsidentin Kathrin Oehme und Stadtrat Christoph Magazowski nahmen die Festmusiknoten auf der Bühne entgegen.

„Wir freuen uns unglaublich, Sie alle heute hier wiederzusehen“, sagte Andrea Bilitewski. Die Moderatorin und Euphonium-Spielerin erzählte, dass das SBN mit Online-Workshops, -Treffen und -Proben gut durch die Pandemie gekommen sei.

Das Motto des Herbstkonzerts lief unter „Best Off“, bestehend aus den Stücken, die während der Corona-Auszeit per Video einstudiert wurden, darunter die Egmont-Ouvertüre als Hommage zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens und die Festmusik. Norderstedts neue Hymne startet mit viel Festgetöse, gleitet in ruhigere Sphären, um sich tänzelnd zu neuen Taten aufzuschwingen und fröhlich zu sprudeln. Bleibt zu hoffen, dass diese Klänge die Stadt auch wirklich inspirieren.

Das Konzert des SBN geriet nach fast 20 Monaten Zwangspause zu einem gesellschaftlichen Treffen unter anderem mit Oehme, Magazowski, der CDU-Landtagsabgeordneten Katja Rathje-Hoffmann, Ex-Innenminister und Alt-Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote und Ehefrau Doris Grote, Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Katja Clausen vom Kulturamt, Kulturpreisträgerin Ane Königsbaum, Monika Noffz vom SBN-Sponsor Sparkasse Südholstein und Bernhard Volk, Ehrendirigent des SBN.

Star des Abends aber war ein Bayer. Andreas Martin Hofmeir, der als bester Tubaspieler gilt, brachte die gut 460 Zuhörenden zum Jubeln. Mit blondem Zopf und barfuß kam er mit seinem Riesenblech auf die Bühne und spielte mit dem Orchester das Konzert Nr. 2 für Tuba von Jörg Duda. Das Stück schickt das Publikum auf eine Reise von Finnland bis Spanien, Kastagnetten-Klänge inklusive. Das Rondo Capriccioso ging der Bayern-Bläser geradezu artistisch an.

Nach der Herausforderung mit dem Tubisten war das SBN richtig auf Temperatur und spielte die First Suite in Es von Gustav Holst voll Leidenschaft.
Hofmeir ist auch Kabarettist und rezitierte eigene Schmäh-Gedichte, nicht ohne zuvor zu betonen: „Das SBN ist ein hervorragendes Blasorchester, und das im hohen Norden“, lobte der Münchner.

Mit dem schwungvoll gespielten „Tico Tico“ von Zequinha de Abreu, in dem Hofmeir noch einmal zur Höchstform auflief, hätte das Konzert um 22.30 Uhr enden können. Indes – das Orchester spielte noch das eher etwas langweilige „Shenandoah“ von Frank Ticheli und das Märchen „Der Magnetberg“ von Mario Bürki, das den 70 Musikerinnen und Musikern unter dem versierten Stab von Dominik Fakler sehr bildhaft gelang. Mit der Zugabe „The Great Locomotive Chase“ gab das SBN noch einmal alles. Das Publikum jubelte.