JahresausKlänge am 30. Dezember 2008
Dies schrieb die Norderstedter Zeitung:
Die große Show der Norderstedter Bläser von Heike Linde-Lembke
Pünktlich zum Nena-Hit "99 Luftballons" segelten die bunten Bälle vom Schnürboden des großen Saals der "TriBühne" auf das Publikum - eine der vielen humorigen Ideen, mit denen das Symphonische Blasorchester Norderstedt (SBN) beim Konzert "JahresAusklänge" seine Fans im ausverkauften Haus begeisterte. Diesmal fuhr das Amateur-Orchester besonders viele Überraschungen auf, vom gut gelaunten und präzisen Spiel unter dem versierten Stab von Bernhard Volk ganz zu schweigen."Wir haben uns wahnsinnig für Sie herausgeputzt", begrüßte Hornistin Andrea Bilitewski das Publikum, darunter Stadtpräsidentin Kathrin Oehme, Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote, CDU-Landtagsabgeordneter Manfred Ritzek, Stadtrat Torsten Thormählen und Mario Porten, Vorstandsvorsitzender des SBN-Sponsors Sparkasse Südholstein.
Mit dem abwechslungsreichen Programm zeigten die rund 60 Laien-Musikerinnen und -Musiker wieder einmal ihre Vielseitigkeit und Spielfreude. Alle zehn Stücke und die drei Zugaben kamen in voller Aufführungsreife über die Rampe und nicht, wie oft bei Laien-Orchestern, mit schrägen Tönen und anderen Malaisen. Für diese Leistung wurde das Orchester bereits mehrfach ausgezeichnet.Vielfarbig, mit Betonung auf den orientalischen Klängen, erzählten die Musiker die Geschichte des "Kalifen von Bagdad". In "Des großen Kurfürsten Reitermarsch" spielten die Trompeter Gunnar Becker, Florian Rieseler und Frank Teuber von der Empore und umarmten im Zusammenspiel mit dem Orchester den Zuschauerraum mit Musik.In den Mährischen Tänzen gaben die Schlagwerker den Rhythmus vor und zogen das Ensemble mit in die volkstümlichen Weisen.Zum Walzer "Künstlerleben" von Johann Strauß wechselte Waldhorn Michael Fischer die Disziplin, angelte sich eine Partnerin aus dem Publikum und walzerte mit ihr durch den Saal. Die beiden tanzten offenbar nicht das erste Mal miteinander. Stringent über alle Pulte und sicher unter dem Stab Bernhard Volks drehten die Musiker mit dem Säbeltanz von Aram Khatchaturium voll auf, um beim Medley zum Collins-Musical "Tarzan" allerlei Plüschgetier vom Bühnenhimmel schweben zu lassen. Ohnehin müssen die Bastler unter den Musikern vor dem Konzert gut gearbeitet haben, denn zu Marcel Peeters' Automobil-Hommage "Car" flitzten einige von ihnen mit Pappmaché-Autos um den Bauch über die Bühne, darunter auch der Musiker-Nachwuchs als kleine Schumänner in roten Spielzeugautos à la Ferrari. Die Kinder im Publikum hatten Spaß an der kleinen Muppet-Show zu "Mah na Mah na", das Carsten Buß als Solist auf seinem Bariton-Saxofon mit viel Witz gestaltete.
Für ein "Grease"-Medley stürzten sich einige Musiker mutig in 70er-Jahre-Klamotten. Mit den Zugaben "Julischka aus Budapest" aus der Operette "Maske in Blau" von Fred Raymond, "Plappermäulchen" von Johann Strauß und dem Radetzky-Marsch sorgte das SBN dann endgültig für Silvesterlaune.
erschienen am 2. Januar 2009
02.01.2009
Spende für Mathies
Das SBN freut sich sehr, der Aktion "Hilfe für Mathies und andere" den Betrag von 564 € zu überreichen!
Der fünfjährige Mathies aus Norderstedt ist an schwerer aplastischer Anämie- einer Erkrankung des blutbildenden Systems- erkrankt. Eine Stammzelltransplantation ist seine einzige Überlebenschance. Um einen passenden Stammzellspender für Mathies und viele andere Patienten zu finden, haben die drei Taufpatinnen die Initiativgruppe „Hilfe für Mathies und andere“ gegründet, um gemeinsam mit der DKMS eine Typisierungsaktion zu organisieren. In Norderstedt ist seitdem eine beispiellose Welle der Hilfsbereitschaft entstanden. Auch dem SBN geht das Schicksal von Mathies sehr nahe, besonders, da er der Sohn eines unserer Musiker ist. Von dem Eintrittsgeld unseres Konzerts am 1. November haben wir 1€ pro Eintrittskarte gespendet. Wir drücken Mathies die Daumen, dass bei den Typisierungen ein Spender gefunden wird!
05.11.2008
Großer Applaus für das Symphonische Blasorchester Norderstedt
Herbstkonzert 1. November 2008
Einmal mehr gelang es dem Symphonischen Blasorchester Norderstedt, sein Publikum zu begeistern. Am Samstagabend spielte es unter der Leitung von Bernhard Volk in der vollbesetzten TriBühne. Fast schien es, als wären Dirigent und Orchester eins. Dirigent Volk vermochte es, seine Musiker mit der fabelhaften Stückeauswahl zu Höchstleistungen zu animieren. Von Anfang an bestach das Orchester durch seine klaren, dynamischen und einheitlichen Klänge. Kraftvoll begann das Konzert mit „Breckenridge“, einem Stück des Amerikaners James Barnes.
Bei der Hans Christian Andersen Suite erhielt das Orchester prominente Unterstützung. ARD Tagesschau-Sprecher Thorsten Schröder ergänzte die Musiker mit Erzählungen zu dem sechssätzigen „Abenteueralbum“ des dänischen Komponisten Soren Hyldgaard. Die phantasievollen Geschichten des großen Erzählers Hans Christian Andersen begeistern weltweit und wurden vom Orchester gefühlvoll interpretiert. Das Stück begann zunächst mit einer Introduktion des edlen Dichters. Seine Reiseleidenschaft mit der Eisenbahn bestimmte den zweiten Satz. Stimmungsvoll und voller Traurigkeit erklang die musikalische Version der berühmten Geschichte „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“. Aufbrausend und farbenfroh dagegen beschrieb Satz vier den Lieblingsbasar des Poeten, die Stadt Konstantinopel. Der Traumwalzer erzählte von seinen Gefühlen, Hoffnungen, Sehnsüchten und Ängsten. Der sechste Satz, die musikalische Verarbeitung des Märchens von der Zunderbüchse, beschloss mit einem Blick auf Andersens Hang zum Phantastischen das Portrait des außergewöhnlichen Dichters.
Bei „Aurora“, der Göttin der Morgenröte, zeigte das Orchester wieder einmal in eindrucksvoller Weise seine Fähigkeit, Bilder mit seiner Musik zu erzeugen und schilderte dem Publikum das Aufgehen der Sonne nicht nur mit seinen Instrumenten, sondern auch mit seinen Stimmen. Es schien, als ließe sich das Orchester selber von seiner Musik mitreißen. Nach der Pause folgte „Fanfare, Romance, Finale“ des bekannten Komponisten Philip Sparke. Die „Fanfare“ wurde imposant von den Blechbläsern und den Schlagzeugern intoniert, während die „Romance“ einfühlsam und sauber von den Holzbläsern vorgetragen wurde. Im „Finale“ traf das ganze Orchester in rhythmisch quirligen Passagen wieder zusammen.
Zu einem musikalischen Höhepunkt kam es mit „El Quijote“, der bekannten Geschichte um den „Ritter von der traurigen Gestalt“, der sich unter anderem im Kampf gegen eine nicht gerade geringe Anzahl von Windmühlen versucht. Die 16-minütige gleichnamige „Fantasia Sinfonica“ des Komponisten Ferrer Ferran stellte die musikalische Umsetzung wichtiger Romanteile dar und den Musikern gelang es gemeinsam mit Thorsten Schröder als Erzähler, das Auditorium voll und ganz in ihren Bann zu ziehen. Die Verknüpfung instrumentaler Passagen mit informativen Texteinlagen ließ das Stück zu einem mitreißenden Gesamtkunstwerk werden. Tagesschau-Sprecher Thorsten Schröder mit seiner angenehm sonoren Stimme verstand es dabei perfekt, die Geschichte um Don Quijote spannend zu erzählen. Die Solo-Passagen wurden von den Musikerinnen und Musikern ausdrucksvoll dargeboten.
Einen würdigen Abschluss fand das Konzert mit den „Bulgarischen Tänzen“ von Franco Cesarini. Das Publikum, darunter Stadtpräsidentin Kathrin Oehme und Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote, ließ das Orchester erst nach 2 Zugaben von der Bühne.
03.11.2008