Herbstkonzert am 4.11.17
Tschaikowsky and beyond
Tschaikowsky and beyond war der Titel des Herbstkonzerts und das SBN präsentierte drei Hauptwerke, wie sie unterschiedlicher kaum sein konnten.
In zweien dieser Stücke begegnete dem Publikum der große russische Romantiker Peter Iljitsch Tschaikowsky. Die Fantasie-Ouvertüre zur tragischen Geschichte von Romeo und Julia gilt als sein erstes Meisterwerk und wurde ursprünglich für großes Streichorchester geschrieben. Im Arrangement von Ton van Grevenbroek wurde es so originalgetreu für Blasorchester umgeschrieben, dass all seine klanglichen Schichtungen und emotionalen Facetten berücksichtigt wurden. Romantik, Leidenschaft und Schmerz berührten das Publikum.
Mit Extreme Make-Over des Komponisten Johan de Meij zeigte das SBN, wie 125 Jahre nach Tschaikowsky - mit seinem musikalischen Vermächtnis als Grundlage - auf beeindruckende Weise zeitgenössische neue Kompositionen entstehen können. Dirigent Bernhard Volk bereitete das Publikum in seiner Einführung auf dieses ungewöhnliche Stück vor, in dem Tschaikowskis Andante-Thema aus dem Streichquartett op. 1 Nr. 11 komplexe Verwandlungen erfährt, was mit besonderen Anforderungen an die Musiker verbunden ist. Das Experiment wurde vom Publikum mit großer Begeisterung und viel Applaus gewürdigt.
José Alberto Pina, der Komponist des dritten großen Werkes im Programm, war eine Neuentdeckung des SBN und entführte mit The Island of Light musikalisch auf die Sonneninsel Menorca. Die elektronische und rhythmische Untermalung, die parallel zur Livemusik des Orchesters aus dem Saallautsprecher ertönte, vollständigte das stimmige Gesamtbild. Mit weiteren musikalischen Juwelen von Philip Sparke, Frank Ticheli und Robert Sheldon zeigte das SBN einmal mehr die schillernde und beeindruckende Klangwelt eines sinfonischen Blasorchesters.
Es war schon spät, als das Orchester sein Publikum mit dem Stück „Abendmond“ verabschiedete.
06.11.2017
Frühjahrskonzert am 1. April 2017 mit Asya Fateyeva am Altsax und Tobias Engeli am Pult
Tänze durch den Verlauf der Musikgeschichte
Das Frühjahrskonzert widmete sich dem Thema „Tänze durch den Verlauf der Musikgeschichte" und bot dem Publikum wunderbare Stücke von Klassik bis Musical. Auf dem Programm standen unter anderem die Symphonic Suite von „The Lord of the Dance” von Ronan Hardiman und der Slawische Tanz op. 46 Nr. 1 von Antonín Dvo?ák.
Asya Fateyeva am Altsaxophon, die bereits zum zweiten Mal als Solistin beim SBN gastierte, begeisterte mit der „Fantasia“ für Altsax und dem „What did I want Tango“, bei denen sie mit ihrem technischen Können und ihrem warmen Saxophonklang zeigte, wie verdient ihre kürzliche Auszeichnung mit dem ECHO-Klassik Award war.
Dirigiert wurde das SBN durch den Schweizer Tobias Engeli, der als Kapellmeister an der Oper und der musikalischen Komödie Leipzig tätig ist. Es war für das Orchester eine besondere Erfahrung und Bereicherung, mit diesem hervorragenden Dirigent aus dem klassischen Bereich zu arbeiten. Das Publikum erfreute sich sehr an seinen ausführlichen Erklärungen zum Musikprogramm.
09.04.2017
Herbstkonzert am 5.11.2016
SBN bereiste musikalisch Faszinierende Stätten der Welt
Für das Herbstkonzert hatte Dirigent Bernhard Volk das Thema „Faszinierende Stätten der Welt“ aufgegriffen. Kern des Programms waren zwei große spätromantische und eindrucksvolle Werke. Eines der mitreißendsten Naturwunder der Erde ist der Yellow Stone Nationalpark im Nordwesten der USA. James Barnes ließ sich durch die Landschaft zu seiner Komposition „Fourth Symphony - Yellow Stone Portraits“ inspirieren und das SBN brachte den Zuhörern die Schönheit der Natur mit gelben Felsen und dampfenden Erdspalten, Tieren in der Wildnis und prächtigen Wasserfällen musikalisch nahe.
Die Naturschauspiele der Bergwelt hat Komponist Franco Cesarini in „Poema Alpestre“ verarbeitet. Das Gemälde des Rosenlauigletschers vor Augen, ist Cesarini eine Hommage an die großartige Alpensinfonie von Richard Strauß gelungen – vom SBN in wunderbare Musik umgesetzt. Außerdem wurden die Werke Atlantis, Land of the Long White Cloud, Out of Africa und Atlantis aufgeführt. Das Publikum in der sehr gut besuchten TriBühne zeigte sich begeistert.
Vor dem Konzert präsentierten die jungen Musiker des diesjährigen Blasmusik-Workshops Blaswars als Vorgruppe, was sie in den Herbstferien einstudiert hatten.
07.11.2016